Rugby-BL Qualifikation: Finaler Akt für die „Füchse“ im Fürstentum

Der RK Heusenstamm zählt zu den Urgesteinen im Rugby-Oberhaus. Nun steht das schwere Relegationsspiel beim RC Luxemburg auf dem Programm. Mit schottischer Unterstützung soll die Mission Ligaerhalt gelingen.

Offenbach – Der RK Heusenstamm hat hierzulande nie zu den reichsten Rugby-Klubs gehört, aber zuletzt lange zu den besten. Seit 2007 spielen die „Füchse“ in der 1. Liga, haben diese mal souverän, mal mit Glück gehalten. Ob der RKH auch künftig im Oberhaus auflaufen wird, entscheidet sich am Samstag ab 14 Uhr – im Relegationsspiel beim RC Luxemburg, der das Aufstiegs-Endspiel gegen den RSV Köln denkbar knapp mit 15:16 verloren hat.

Ähnlich eng war es in der Süd/West-Gruppe der 1. Liga für die Heusenstammer, denen letztlich nur zwei Punkte zum direkten Klassenerhalt fehlten. Nun muss der RKH in die Verlängerung gehen und ist sich der Schwere der Aufgabe durchaus bewusst. „Das ist ein Spiel, das man schnell verlieren kann“, sagt Markus Walger mit Blick auf die Partie im Fürstentum. Der 43-jährige Ex-Nationalspieler ist Präsident des Klubs und war zuletzt auch Trainer der ersten Mannschaft. Deren Betreuung hat er inzwischen jedoch in andere Hände gegeben. Andy Knight (nicht zu verwechseln mit dem einstigen gleichnamigen Stürmer des Offenbacher SC Rosenhöhe), der zuletzt den Ligarivalen Heidelberger RK trainiert hatte, den ältesten Rugby-Verein Deutschlands jedoch nicht vor dem Abstieg retten konnte, soll nun die „Füchse“ fit machen für die Mission Ligaerhalt. „Er bringt das Team auf Vordermann“, sagt Walger.

Das Engagement des Schotten ist zunächst aufs Relegationsspiel beschränkt. Er ist jedoch ein Kandidat für kommende Saison, bestätigt Walger, der künftig etwas kurzer treten will. „Ich komme an meine Grenzen.“

Gegner RC Luxemburg zuhause stärker einzuschätzen

„Die Trainingsbeteiligung ist sehr gut“, berichtet der Vereinsboss. Die Ex-Nationalspieler Tobis Apelt und Gino Gennaro (beide verletzt) fehlen allerdings und werden auch am Samstag nicht zur Verfügung stehen. „Wir haben dennoch eine gute Mannschaft“, meint Walger. Und Knight habe diese gut vorbereitet. „Er hat Videos zusammen- und in die Gruppe gestellt. Das hat alles Hand und Fuß“, lobt der Klubchef.

Der Gegner ist zwar ein alter Bekannter aus gemeinsamen Erstliga-
Zeiten, laut Walger aber schwer einzuschätzen.

„Die haben zu Hause in der Regel einen besseren Kader als auswärts. Luxemburg stellt zudem die Linienrichter. Dazu kommt die lange Busfahrt. Da müssen wir aufpassen, dass wir nicht, wie im ersten Spiel der Saison beim RFC München, den Start verschlafen und unter die Räder kommen. Wenn man nervös ist und eins, zwei Versuche kassiert, ist es schwer, ranzukommen.“
Zuletzt trafen beide Teams vor 14 Monaten aufeinander, ebenfalls in Luxemburg. „Wir waren damals dominant und haben gewonnen“, erinnert sich Walger. „Wir wollen erneut gewinnen, es ist jedoch sehr, sehr schwer dort. Wir haben mehr Druck.“
Finaler Akt für die „Füchse“ im Fürstentum (op-online.de)
OP Sport 29.06.2023,